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Gemeinde Neukirchen-Wyhra
Karte von Neukirchen-Wyhra und Umgebung von 1939 |
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Zeittafel1101 In den Pegauer Annalen wird der Ort "Wira" erstmalig erwähnt. Dorfanlage (Gassengruppendorf) und Flurform (Gewannflur) sprechen für eine Zusiedlung deutscher Bauern 1350 "Neukirchen" erscheint erstmals im Lehnbuch Friedrichs des Strengen 1430 Die Hussiten ziehen durch Neukirchen und verwüsten es 1494 Die Kirche in Wyhra wird erbaut 1500 Christoph von Neustadt ist Besitzer der Rittergüter in Neukirchen und Zedtlitz 1511 Die Dorfkirche St. Stephanus in Wyhra erhält einen spätgotischen Schnitzaltar 1550 Neukirchen zählt 19 besessene Männer, 1 Häusler, 23 Inwohner und 16 Hufen Land 1559 Einführung der Reformation in Wyhra 1546 bis 1551: Das Dorf Wyhra zählt etwa 200 Einwohner (35 besessene Mann, 30 Inwohner) und besitzt 32 Hufen Land 1568 In Neukirchen wird die Kirche St. Laurentius erbaut 1600 bis 1686 Das Rittergut Neukirchen ist im Besitz der Familie von Draschwitz 1618 bis 1648 während des Dreißigjährigen Krieges leiden beide Orte durch enorme Verwüstungen; allein an der Pest sterben in Neukirchen 26 und in Wyhra 87 Menschen 1672 In den Urkunden wird eine Mühle in Wyhra erwähnt 1708 Neukirchen erscheint in den Quellen als Rittergut 1813 Im Verlauf der Völkerschlacht bei Leipzig belagern französische Truppen den Ort Neukirchen und verlangen von den Einwohnern ungewöhnlich harte Leistungen 1846 Johann Heinrich Engelmann erbaut das zur Wassermühle in Wyhra gehörige Wohnhaus 1883 Erweiterung der Neukirchener Schule am Schulweg durch Anbau 1883 bis 1887: Die Brikettfabrik Neukirchen wird erbaut; sie produziert die ersten Briketts im Bornaer Revier; Adolf Bleichert, Fabrikbesitzer in Leipzig-Gohlis, ist alleiniger Inhaber des Werkes 1890 Neukirchen erhält eine ,,Postagentur“ und damit den Anschluss an das Telegraphennetz 1890 bis 1910: Die verstärkt einsetzende Industrialisierung erhöht die Einwohnerzahl beider Orte; in Neukirchen steigt sie von 382 auf 506 und in Wyhra von 419 auf 817 1894 Die Kirche St. Stephanus (Wyhra) wird gründlich erneuert und erhält einen neuen Kirchturm 1895 Vergrößerung des Kohlenwerkes durch den Ankauf eines großen Teils der Wyhraer Flur die Kohle wird in Wyhra gewonnen und mittels einer 2,4 km langen Drahtseilbahn in das Neukirchner Werk befördert 1897 Durch die ,,Grube Wyhra“ wird der erste Tagebau im Bornaer Braunkohlenrevier erschlossen 1898 Infolge des Braunkohlen- abbaus ziehen viele Arbeiterfamilien nach Wyhra; die Schule muß erweitert werden 1902 1. Mai: Feierliche Einweihung der Bahnhofshaltestelle Neukirchen an der Leipzig-Borna-Chemnitzer Eisenbahnlinie 1908 Die Dampfziegelei des Rittergutsbesitzers Kabitzsch wird in Neukirchen in Betrieb gesetzt. Der Bau von 15 Arbeiterhäusern mit 49 Wohnungen beginnt 1921 Administrative Vereinigung des selbständigen Rittergutes mit der Gemeinde Neukirchen 1926 Neukirchen erhält eine Ortswasserleitung 1933 Von den 719 Neukirchener Einwohnern sind 84 landwirtschaftlich tätig Die Freiwillige Feuerwehr Wyhra wird gegründet. In Wyhra leben 1072 Einwohner, davon sind 133 in der Landwirtschaft tätig. 1946 Wyhra wird Ortsteil von Neukirchen: die Gemeinde heißt nun Neukirchen-Wyhra 1950 Das Gut Neukirchen wird vom ,,Kommunalwirtschafts- unternehmen Borna“ verwaltet. 1954 Gründung der Landwirtschaftlichen Produktions- genossenschaft ,,8. Mai“ Neukirchen-Wyhra: sie übernimmt das kreisgeleitete Gut 1988 Abriss des baufälligen Rittergutes: auf dem Gelände errichtet die LPG eine Schweinemastanlage 1971 Stilllegung der Brikettfabrik Neukirchen 1973 Auf Beschluss des Kirchenvorstandes wird der Kirchturm der St.-Stephanus Kirche in Wyhra wegen Baufälligkeit abgerissen 1987 Die Ziegelei wird stillgelegt 1991 In einem typischen Vierseitenhof am Rande des historischen Ortskerns von Wyhra entsteht ein Volkskundemuseum 1993 1. Oktober: Neukirchen, Wyhra und Zedtlitz vereinen sich zur Einheitsgemeinde "Wyhratal"; Durch die Mitgliedschaft im "Kohrener Fremdenverkehrsverband" will die Einheitsgemeinde die touristischen Angebote erweitern |